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Osteopathie Behandlung

Osteopathiebehandlungen werden anteilig von der Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.
Osteopathie und Krankenkasse | (c) Fotolia.de / Kontrastwerkstatt

Diese Website möchte Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Osteopathiepraxis sowie einen Überblick  zur Kostenübernahme Osteopathie Behandlung bei den Krankenkassen geben.

Osteopathie (alternativ auch Chirotherapie, Manualtherapie bzw. Chiropraktik) gehört zu den beliebtesten Naturheilverfahren und wird von der Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Der Rahmen dieser Zusatzleistung ist sehr unterschiedlich. Von Krankenkasse zu Krankenkasse sind bei der Kostenerstattung Unterschiede von mehreren hundert Euro im Jahr möglich.


Osteopathie, was ist das?

Osteopathie zielt als manuelle Therapiemethode auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Organismus und kann daher bei vielfältigen Krankheiten bzw. Symptomen erfolgreich eingesetzt werden. Der therapeutische Ansatz der Osteopathie geht davon aus, dass jede Bewegungseinschränkung oder Blockade die natürliche Fähigkeit des Organsimus zur Regeneration und Selbstheilung verhindert. Osteopathen haben genaue Kenntnisse der menschlichen Anatomie und der Bewegungs- und Funktionszusammennhänge.  Mit gezielten Berührungen bringen Osteopathen blockierte Muskeln und Körperpartien mit der Funkion innerer Organe wieder in Einklang.  –> Was ist Osteopathie?

Wer darf Osteopathie in Deutschland ausüben?

Im Gegensatz zu den USA und vielen europäischen Ländern ist Osteopathie in Deutschland kein anerkannter Beruf, sondern eine Tätigkeitsbezeichnung. Praktizierende Osteopathen benötigen eine Zulassung zum Heilpraktiker und müssen in einem anerkannten Berufsverband Mitglied sein, um praktizieren zu dürfen. Physiotherapeuten ohne Heilpraktikerschein ist die heilkundliche Anwendung der Osteopathie dagegen nicht erlaubt. Derzeit gibt es mehrere große Berufsverbände, die von den verschiedenen osteopathischen Schulen geprägt sind und in deren Verständnis praktizieren und lehren. Die Verbände bemühen sich um den Schutz des Titels „Osteopath“, den im Moment jeder Praktizierende unabhängig von der Art und qualität der Ausbildung führen darf. Hier sind in Naher Zukunft einheitliche Standards zu werwarten. Wer als Patient sicher gehen möchte, sollte in jedem Fall auf die Mitgliedschaft des Behandelnden in zumindest einer der Verbände achten.

Bundesverband Osteopathie e.V. v2v3dgom_logo

Anwendung von Osteopathie

Osteopathie findet unter anderem bei folgenden Krankheiten bzw. Beschwerden sinnvolle Anwendung

  • Asthma
  • Rheumatismus
  • Rückenprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schreikinder
  • Schwangerschaft
  • Zahnregulierung

Als begleitende Therapieform zusammen mit anderen Heilmethoden ist Osteopathie bei folgenden Diagnosen angezeigt

  • Behandlungen nach Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Behandlungen nach Unfällen
  • Tinnitus
  • Parkinson
  • Verhaltensstörung bei Kindern

Wie finde ich einen Osteopathen?

Osteopathie wird von naturheilkundlichen Ärzten, Heilpraktikern sowie ausgewählten spezialisierten Physiotherapeuten angeboten.  Da es noch keine einheitlichen gesetzlichen Bestimmungen für die Berufszulassungen gibt, ist es ratsam, sich im Vorfeld gründlich über zu informieren. Lesen Sie sich die Ausbildungsvita auf der Website der Praxis durch und suchen Sie nach Erfahrungsberichten anderer Patienten. Bewertungsportale wie sanego.de oder kennstdueinen.de können eine gute Hilfe für eine erste Orientierung sein. Auch eine Empfehlung des überweisenden Hausarztes können Sie vertrauen.

Für eine Übersichtssuche können Sie in unserem Osteopathie-Verzeichnis nach Praxen in Ihrer Nähe suchen.

Wie läuft eine Osteopathie-Behandlung ab?

In der ersten Therapiesitzung stellten Osteopathen Fragen zur Anamnese und der Art der auftretenden Beschwerden. Dabei spielen auch Fragen zur Lebensweise, zu den Gewohnheiten und zur Ernährung eine wichtige Rolle. Danach erforscht der behandelnde Osteopath mit Hilfe seiner geschulten Hände den Körper des Patienten und studiert genau seine Körperhaltung und verschiedene Bewegungsarten. In den sich daran anschließenden  Sitzungen arbeitet der Therapeut an der Lösung von Blockaden, z.B. an einzelnen Wirbeln, Schädel- oder Muskelpartien. Die Behandlung verläuft schmerzfrei und ohne Einsatz von Hilfsmitteln oder Medikamenten.

Was kostet Osteopathie?

Die Preise für Osteopathiebehandlungen unterscheiden sich je nach der Region und dem Qualifizierungsgrad des anbietenden Therapeuten sehr stark voneinander. Eine durchschnittliche Osteopathie-Sitzung kostet je nach PLZ-Gebiet und Erfahrung des Therapeuten zwischen 50 und 80 Euro in der Stunde. Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen zumeist eine begrenzte Anzahl Sitzungen entweder mit Festbeträgen (30 – 60 EUR) oder prozentual (75 – 100 Prozent).

Was bezahlt die Krankenkasse?

Osteopathie wird von der Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen anteilig im Rahmen einer freiwilligen Satzungsleistung übernommen. Einige Krankenkassen bezuschussen Osteopathiebehandlungen über das Bonusprogramm. In der Höhe und Ausgestaltung der Zusatzleistung für Osteopathie unterscheiden sich die einzelnen Kassen stark voneinander.

>>> zum aktuellen Test Kostenübernahme Osteopathie

Wie erfolgreich ist Osteopathie ?

Die starke Verbreitung der Osteopathie und auch die Kostenübernahme der Krankenkassen sind nicht zuletzt auf die Heilerfolge zurückzuführen, die empirisch ausreichend dokumentiert sind. Aber auch auf der Website der Bundesärztekammer wird auf mehr als 30 wissenschaftliche Wirksamkeitsstudien der Evidenzklasse 1 hingewiesen und zusammenfassende Studien und Analysen genannt, die die Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen bei einer Reihe von Krankheiten bestätigen. Eine Liste von 160 veröffentlichten Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie ist auf der Webbsite der Akademie für Osteopathie (AFO ) aufgelistet. Die Forschungen in diesem Bereich  haben sich intensiviert, so dass in den kommenden Jahren auch mit breiter wissenschaftlicher Anerkennung zu rechnen ist.

>>> Zur Liste wissenschaftlicher Studien über Osteopathie

Osteopathie Nebenwirkungen

Osteopathiebehandlungen setzen mit manuellen Techniken am menschlichen Körper an. Weil die damit hervorgerufenen Veränderungen eine Korrektur von gewohnten Bewegungsmustern und Haltungen darstellen, benötigt jeder Patient eine gewisse Zeitspanne, um sich körperlich an die neu eingestellte Situation zu gewöhnen. Dieser Anpassungsprozess kann bei jedem Mensch individuell verschieden ablaufen und  benötigt unterschiedliche Zeitspannen.
Folgende Nebenwirkungen können nach Osteopathie Behandlungen auftreten und innerhalb mehrer Tage abklingen:

  • kurzzeitige Verstärkung der ursprünglichen Symptome
  • Unwohlsein oder Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Muskelschmerzen